Vererben will gelernt sein

Beim SKFM informierte Rechtsanwalt David Schnöger in Bad Neuenahr

Zur Veranstaltung „Erbrecht – Der Betreute als Erbe/Erblasser“ hatte der
SKFM–Ahrweiler in die Familienbildungsstätte nach Bad Neuenahr-Ahrweiler eingeladen.
Rechtsanwalt David Schnöger vermittelte den 28 Zuhörer*innen eine Einführung in das
Erbrecht, während Dipl. Sozialpädagoge Ralph Seeger vom SKFM als der Leiter des
Abends die Besonderheiten einer gesetzlichen Betreuung thematisierte.

Rechtsanwalt Schnöger verdeutlichte die gesetzliche Erbfolge und erläuterte, auf welche
Weise ein Testament und ein Vermächtnis verfasst werden sollte und was es mit dem
Pflichtteil im Erbrecht auf sich hat. Ergänzend thematisierte Rechtsanwalt Schnöger
Freibeträge bei der Erbschaftssteuer und welchen Einfluss die europaweite Erbschafts-
Regelung besitzt.

Danach führte Ralph Seeger aus, auf welche Gegebenheiten ein gesetzlicher Betreuer
im Erbfall achten muss, welche gerichtlichen Genehmigungspflichten einzuhalten sind
und ob ein Betreuter ein rechtlich anerkanntes Testament erstellen kann.

Eine gelungene Veranstaltung, in der die beiden Referenten alle Fragen aus dem
Publikum beantworteten.

19 Teilnehmer*innen erwarben Kenntnisse im Betreuungsrecht

Betreuungsvereine der Diakonie und des SKFM informieren

Rund um das Thema rechtliche Betreuung ging es an vier Abenden
in den Räumen der Kath. Familienbildungsstätte im Mehrgenerationenhaus
Bad Neuenahr-Ahrweiler, eine Veranstaltungsreihe des Betreuungsvereins
der Ev. Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region und des SKFM – Ahrweiler.

Einige der 19 Teilnehmer*innen führen bereits eine gesetzliche Betreuung
für einen Angehörigen oder Nachbarn. Beim Grundkurs „Betreuungsrecht“,
der auch von Vorsorgebevollmächtigten besucht wurde, gab es viele
Informationen für die ehrenamtliche Tätigkeit. Konkrete Fragen wurden
von Uwe Moschkau vom Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden
und Ralph Seeger vom SKFM kompetent beantwortet.

Am zweiten Abend zum Thema „Vermögenssorge“ wurde u.a. erklärt,
was ein „Einwilligungsvorbehalt in der Vermögenssorge“ ist und „worauf
ein Betreuer achten muss“. Außerdem gingen die Referenten auf die Frage ein,
„ob ein vorhandenes Aktiendepot verkauft werden muss, da es sich hierbei um
keine mündelsichere Geldanlage handelt“. Ebenso spannend war beim Thema
„Gesundheitssorge“ die Frage, wann ein Betreuer für einen Betreuten in eine
medizinische Behandlung einwilligen muss. Dies ist nur dann der Fall, wenn
der Betreute „einwilligungsunfähig“ ist, wenn er also nicht mehr in der Lage ist,
mögliche Folgen einer Behandlung oder Nichtbehandlung zu verstehen und ihm
die Art des Eingriffes nicht verständlich gemacht werden kann.

Auch bei der „Aufenthaltsbestimmung“ erläuterten die Referenten,
in welchem Fall der Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte eine
„betreuungsgerichtliche Genehmigung“ braucht. Diese muss vorhanden sein,
wenn eine freiheitsbeschränkende Maßnahme in einem Altenheim zum Schutz
der betroffenen Person, z.B. die dauerhafteoder regelmäßige Errichtung eines
Bettgitters, notwendig wird.

Die 19 Teilnehmer*innen dankten den beiden Referenten, Ralph Seeger
und Uwe Moschkau, für ihre kenntnisreiche, ruhige Art, mit der sie die doch
schwierigen und umfassenden Inhalte vermittelten.

Auch nach der Schulung stehen die beiden Betreuungsvereine den
ehrenamtlichen Betreuer*innen beratend und helfend zur Seite. Jeder,
der sich für die Aufgabe und Übernahme einer ehrenamtlichen Betreuung
interessiert, kann sich mit einem der beiden Betreuungsvereine in Verbindung
setzen. Dort ist auch mehr über den nächsten Grundkurs im Frühjahr ab dem
3. März 2020 in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu erfahren

>> zum Zeitungsbericht >>

>> Kontakt >>

Julia Fuchs wurde in Elternzeit verabschiedet.

Wir bedanken uns herzlich für ihren Einsatz!

Seit 2015 ist Julia Fuchs, geborene Binzenbach, (Bildmitte) Vereinsbetreuerin
beim SKFM – Katholischer Verein für soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler
e. V. Vielen betreuten Menschen hat sie seither geholfen und war auch in der
Verwaltung eine zuverlässige Kollegin. Jetzt wurde sie in die Elternzeit
verabschiedet.

Vorsitzender Hermann Adams, Kassiererin Eva-Maria Schnöger und
Querschnittsmitarbeiter Ralph Seeger (nicht auf dem Foto) bedanken sich
herzlich für ihren Einsatz und wünschen ihr alles Gute. Mit Julia Fuchs
verliert der SKFM eine führende, engagierte Mitarbeiterin in der Hoffnung
auf eine Wiederkehr.